Das Ziel des IVF-AI-Projekts von HUS, HPE und CGI ist es, die Fertilitätsbehandlungen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz grundlegend zu verändern. Das Projekt vereint Medizin, künstliche Intelligenz und klinische Forschung mit dem Ziel, die Erfolgsquote und die Kosteneffizienz von Fertilitätsbehandlungen zu verbessern.
Im Rahmen des IVF-Projekts (In-vitro-Fertilisation) arbeiten HUS, HPE (Hewlett Packard Enterprise) und CGI im Bereich Forschung und Entwicklung zusammen.
Hanna Savolainen-Peltonen, Chefarztin für Reproduktionsmedizin am HUS, fungiert als klinische Expertin des Projekts und spricht über den weltweit steigenden Bedarf an Fertilitätsbehandlungen. Weltweit leiden etwa 15 Prozent der Menschen, die sich ein Kind wünschen, unter Unfruchtbarkeit, weshalb dieses Projekt von großer Bedeutung ist. „Aus Sicht der Patientin ist es von entscheidender Bedeutung, realistische Informationen darüber zu erhalten, wie hoch die Erfolgswahrscheinlichkeit der Behandlung ist“, sagt Hanna Savolainen-Peltonen. Ziel des Projekts ist es, noch individuellere Lösungen für die Wahl der Behandlung und deren Vorhersagbarkeit zu finden.
HPE leitet den Bereich Künstliche Intelligenz und Daten des Projekts, indem es anhand von Patienten- und Bilddaten umfassende Prognosemodelle entwickelt. Ziel des Modells ist es, die allgemeine Erfolgswahrscheinlichkeit einer assistierten Reproduktionsbehandlung vorherzusagen und mithilfe von KI-gestützter Präzisionsmedizin für jedes Paar die beste Behandlungsstrategie zu empfehlen. Darüber hinaus strebt HPE an, die Ergebnisse des Bilderkennungsmodells für Embryonen in das Patientendatenmodell zu integrieren, um eine umfassende Lösung zu schaffen. „Bislang haben Embryologen solche Analysen manuell durchgeführt, doch künstliche Intelligenz kann ihre Arbeit erheblich beschleunigen, indem sie eine systematischere Auswertung von Bildern und numerischen Daten ermöglicht. Diese Integration in das Prognosemodell ist ein bedeutender Fortschritt in der klinischen Praxis, da sie einen effizienteren und präziseren Ansatz für die Fertilitätsbehandlung bietet“, erklärt Iveta Lohovska von HPE.
CGI bringt in das Projekt das erforderliche Fachwissen im Bereich der künstlichen Intelligenz ein, das für die Entwicklung von Erkennungsverfahren in der medizinischen Bildgebung mithilfe künstlicher Intelligenz benötigt wird. Miikka Kiiski von CGI erklärt: „Das Ziel ist es, eine technisch umsetzbare Lösung zu entwickeln, die Paaren weltweit helfen kann.“ Künstliche Intelligenz kann zur Analyse früherer Bilder von Embryonen und Zellen eingesetzt werden, sofern bereits Fertilitätsbehandlungen durchgeführt wurden
Das Endziel des Projekts ist ein konkretes, kommerzielles Instrument, das die Entscheidungsfindung bei Fertilitätsbehandlungen unterstützt, indem es numerische Prognosen liefert und bei der Auswahl der Embryonen hilft. „Ziel des Projekts ist es, Paaren zu helfen, schneller schwanger zu werden, den Prozess der Unfruchtbarkeitsbehandlung zu optimieren und die Behandlungsergebnisse zu verbessern“, sagt Hanna Savolainen-Peltonen. Darüber hinaus zielt das Projekt darauf ab, neue klinische Erkenntnisse über Embryonen und deren mögliche Biomarker zu gewinnen.
HUS, HPE und CGI sind stolz auf ihre Zusammenarbeit, von der bedeutende Forschungsergebnisse erwartet werden, die Paaren helfen sollen, bei der Kinderwunschbehandlung erfolgreich zu sein. Neben einem praktischen Tool werden auch wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht. Das Projekt bietet zudem eine wichtige Qualitätssicherung für die Algorithmen.
Die Schlüsselpersonen des IVF-AI-Projekts:
Hanna Savolainen-Peltonen, HUS
Soile Hollmen, HPE
Miikka Kiiski, CGI
Tiina Puurtinen, HUS, CleverHealth-Netzwerk
