Das finnische Gesundheitstechnologieunternehmen Forsante ist dem CleverHealth Network (CHN) beigetreten. Es bringt sein Know-how in den Bereichen Automatisierung klinischer Prozesse und künstliche Intelligenz ein. Ziel des Unternehmens ist es, die Gesundheitsversorgung durch intelligente digitale Lösungen zu modernisieren, mit denen Behandlungsabläufe automatisiert und die klinische Entscheidungsfindung unterstützt werden können. Forsante ist insbesondere bestrebt, die Einhaltung klinischer Leitlinien zu verbessern und gleichzeitig die Ressourcenoptimierung angesichts einer sich wandelnden Bevölkerungsstruktur zu unterstützen.
Eine Vision, die auf Veränderung gründet
Mikko Tiihonen, Leiter der Produktentwicklung bei Forsante und einer der Gründer des Unternehmens sowie Facharzt für klinische Neurophysiologie, ist seit langem vom Potenzial der Informationstechnologie als Wegbereiter für einen Wandel im Gesundheitswesen überzeugt. „Bereits seit den 1980er Jahren war uns klar, dass demografische und technologische Veränderungen neue Lösungen für das Gesundheitswesen erfordern“, erklärt Tiihonen. Die alternde Bevölkerung belastet die Ressourcen des Gesundheitswesens zunehmend, und das Ziel von Forsante ist es daher, Wege zu finden, wie unter Nutzung der vorhandenen Ressourcen eine bessere Versorgung gewährleistet werden kann. Das zehnköpfige Expertenteam von Forsante wird von Geschäftsführer Antti Särelä geleitet, der auf eine lange Karriere in der Führung von Technologieunternehmen im Gesundheitswesen zurückblicken kann.
Eine modulare Plattform zur Unterstützung klinischer Entscheidungen
Forsante hat eine Softwareplattform entwickelt, die die klinischen Prozesse bei Erkrankungen automatisiert, die eine kontinuierliche Überwachung erfordern. Das Unternehmen arbeitet vorwiegend mit finnischen Gesundheitsregionen zusammen und bietet Lösungen zur Optimierung der Behandlungsabläufe für Patienten an. In den letzten fünf Jahren hat sich Forsante auf die Entwicklung seiner eigenen logikbasierten KI-Engine, IRMA, konzentriert. IRMA unterstützt die Entscheidungsfindung bei der Behandlung verschiedener Erkrankungen, indem es komplexe, regelbasierte klinische Leitlinien nutzt, wie beispielsweise die finnischen „Käypä hoito“-Empfehlungen.
Diese Technologie ermöglicht die zuverlässige Anwendung komplexer klinischer Regeln und Richtlinien, was den medizinischen Fachkräften die Entscheidungsfindung in ihrer täglichen Arbeit erleichtert. Das System von Forsante erfüllt die regulatorischen Anforderungen für anspruchsvolle klinische Entscheidungen und ist beispielsweise für den Einsatz bei der medikamentösen Behandlung von Schizophrenie zertifiziert. Die modulare und integrierbare Plattform ermöglicht die schnelle Entwicklung neuer Anwendungsmöglichkeiten und lässt sich in andere Gesundheitssysteme einbinden.
Die Lösungen von Forsante haben im klinischen Alltag klare Vorteile bewiesen. So sparte beispielsweise im Universitätsklinikum Helsinki (HUS) die automatisierte App des Unternehmens zur Nachsorge bei Prostatakrebs dank effizienterer Abläufe über 100 Euro pro Nachsorgetermin ein. Gleichzeitig erhält der Patient sein Ergebnis schneller, und dem Arzt bleibt mehr Zeit für die eigentliche Patientenversorgung.
Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit den Unternehmen des CleverHealth-Netzwerks
Die Entscheidung von Forsant, dem CHN beizutreten, beruht auf der Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Mitgliedsunternehmen sowohl bei der Entwicklung klinischer Anwendungen als auch bei der Erarbeitung von Gesamtlösungen zusammenzuarbeiten und Partnerschaften zu knüpfen. Ein Projekt im Zusammenhang mit der Behandlung von Lungenerkrankungen ist bereits gemeinsam mit HUS und Partnern in Vorbereitung. „Wir freuen uns darauf, klinische Herausforderungen zu identifizieren, für die unsere Technologie funktionsfähige Lösungen bieten kann. Es ist großartig, unsere Kräfte mit unseren Partnern zu bündeln, um ganzheitliche Lösungen zu entwickeln“, erklärt Tiihonen.
Geschäftsführer Antti Särelä betont, wie wichtig es ist, die Wirksamkeit der neuen, im Rahmen der CHN-Kooperation entwickelten klinischen Dienstleistungen nachzuweisen. „Wir möchten wirkungsvolle Lösungen in das finnische Gesundheitswesen einbringen und sind davon überzeugt, dass die Zusammenarbeit hierfür eine hervorragende Grundlage bietet“, sagt er. Mikko Tiihonen fügt hinzu, dass Forsante das CHN auch als möglichen Sprungbrett für internationales Wachstum betrachtet.
Antti und Mikko betonen, dass für spürbare Auswirkungen und Kosteneffizienz im Gesundheitswesen kluge Investitionen und Innovationen erforderlich sind und nicht lediglich Sparmaßnahmen in den Sozial- und Gesundheitsbereichen. Sie betonen die Notwendigkeit einer praktischen Validierung in echten Kooperationsprojekten, wie beispielsweise den laufenden Projekten mit HUS, und betonen, dass Produktivitätssteigerungen mit Bedacht umgesetzt werden müssen, damit die Aktivitäten auch langfristig auf einer nachhaltigen Grundlage stehen.
Forsante möchte mit seiner Arbeit die Produktivität und Effizienz des Gesundheitswesens sowohl in Finnland als auch international verbessern. Die Lösungen des Unternehmens bieten fortschrittliche Automatisierung und Entscheidungsunterstützung für die Herausforderungen der heutigen Gesundheitssysteme.

