Avaintec tritt dem CleverHealth Network bei

Das finnische Unternehmen Avaintec verfügt über 15 Jahre Erfahrung mit Datenstrukturen im Gesundheitswesen und der Nutzung von Daten in KI-Diensten und ist nun dem CleverHealth Network (CHN)-Ökosystem beigetreten. In unserem Interview sprachen Geschäftsführer Pekka Kuosmanen und Datenanalyst Mikko Järvensivu über den Hintergrund, die Ziele und die Erwartungen des Unternehmens.

Avaintec ist für seine umfassende Expertise im Bereich der Informationssysteme im Gesundheitswesen bekannt. Das Unternehmen entwickelt auf der Grundlage von Daten aus lokalen und nationalen Datenbeständen sowie Datenpools KI-Lösungen für die prädiktive Versorgung und das datengestützte Management. Dazu gehören unter anderem Integrationen in Patienteninformationssysteme, Sozialverwaltungssysteme und andere Kundendatensysteme, Die KI-Assistenten des Unternehmens basieren unter anderem auf internationalen Klassifizierungsstandards wie RAI (Resident Assessment Instrument) und ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health). Alle Geschäftsabläufe des Unternehmens sind gemäß den ISO-Normen für Informationssicherheit, Qualität sowie für Geräte und Software im Gesundheitswesen zertifiziert. Das Unternehmen ist derzeit dabei, zwei neue, von der EU-KI-Verordnung geforderte ISO-Normen zu zertifizieren.

Das zentrale Geschäftsmodell von Avaintec besteht darin, KI-Lösungen zu entwickeln, die keine neuen Verzeichnisse mit personenbezogenen Daten in ihrem eigenen Cloud-Dienst anlegen, was die Einhaltung der DSGVO erleichtert. Die KI-Lösungen unterstützen verschiedene Prozesse im Gesundheitswesen, wie beispielsweise die Fernversorgung und die Symptombewertung bei Kindern (ChildScreen), ein System zur Vorhersage des Risikos einer Inobhutnahme bei Kindern und Jugendlichen (CustodyChief), die Vorhersage psychischer Gesundheitsrisiken (MentalChief) sowie die Bewertung von Rehabilitation und Funktionsfähigkeit (RehabScreen). Die Lösung für die psychische Gesundheit wird als besonders gut geeignet für die Schwerpunkte von CHN angesehen. Avaintec möchte zudem untersuchen, wie sich mithilfe künstlicher Intelligenz ungeplante Wiederholungsbehandlungen in der postoperativen Versorgung vermeiden lassen.

Als wir Avaintec nach den Beweggründen für den Beitritt zum CHN fragten, betonte Pekka Kuosmanen die entscheidende Bedeutung von Daten für die Entwicklung künstlicher Intelligenz: „Über das CHN erhalten wir Zugang zu einer umfangreichen und relevanten Datenmenge und können Möglichkeiten für gemeinsame klinische Forschung ausloten. Das CHN kann zudem Türen für internationale Zusammenarbeit öffnen und uns dabei helfen, unsere eigenen Netzwerke zu erweitern.“ Das Ziel von Avaintec ist es, Anwendungsfälle zu identifizieren, in denen gemeinsame Projekte initiiert werden können. Avaintec ist zudem bereit, den Partnern des CHN bei Bedarf Beratung in den Bereichen Datenanalyse und Datenalgorithmen anzubieten. Daraus lässt sich für beide Seiten ein Mehrwert erzielen.

Avaintec bringt seine umfassende Erfahrung mit KI-Projekten, fundierte Kenntnisse über die Datenstrukturen im Sozial- und Gesundheitswesen sowie ein starkes Angebot an Cloud-Diensten (AI-as-a-SaaS-Dienst) in das Netzwerk ein. Ein besonders interessanter Ansatzpunkt für die weitere Forschung könnte im Bereich des Medikamentenmanagements liegen, wo die Datenbestände von HUS von unschätzbarem Wert sind.

Als positives Ergebnis dieser Zusammenarbeit hofft Avaintec, zwei oder drei neue KI-Assistenten für Lösungen im Bereich der prädiktiven Gesundheitsversorgung zu entwickeln, die über internationales Exportpotenzial verfügen und auf fortschrittlichen, datengesteuerten Informationssystemen basieren.

Geschäftsführer Pekka Kuosmanen