Der dynamische Workshop des CleverHealth Network (CHN)-Ökosystems brachte eine vielfältige Gruppe von Experten zusammen, um zu erörtern, wie Robotik dazu beitragen kann, drängende Herausforderungen im Gesundheitswesen zu bewältigen. Ziel der im Terkko Health Hub stattfindenden Veranstaltung war es, neue Lösungen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz im Gesundheitswesen und zur Erzielung besserer Behandlungsergebnisse zu erörtern. Mit dabei waren Experten aus den Mitgliedsunternehmen des Ökosystems, dem Universitätsklinikum Helsinki (HUS) sowie aus Unternehmen der Robotikbranche.
Die Veranstaltung wurde von Virpi Rauta, der Leiterin des CHN-Ökosystems, eröffnet, die die dringenden Bedürfnisse im Gesundheitswesen hervorhob, insbesondere im Zusammenhang mit Ressourcenknappheit und der Verbesserung der betrieblichen Effizienz. Sie betonte, dass die Robotik eines der neuen strategischen Themen des CHN-Ökosystems sei, in dessen Rahmen wirkungsvolle gemeinsame Entwicklungsprojekte geplant würden.
Die Leitung des Workshops übernahm die Expertin für Robotik und künstliche Intelligenz, Cristina Andersson, die zunächst einen kurzen Überblick über den aktuellen Stand der Robotik im Gesundheitswesen gab, bevor sie die Teilnehmer zu einer intensiven Ideenfindungssitzung anleitete. Eine interdisziplinäre Expertengruppe befasste sich in kleinen Gruppen eingehender mit dem Thema und erarbeitete konkrete Lösungsansätze für die identifizierten Bedürfnisse im Krankenhausumfeld sowie im Gesundheitswesen im weiteren Sinne.
Die Robotik bietet dem Gesundheitswesen vielfältige Möglichkeiten. Roboter können die Arbeitsbelastung des Personals verringern und die Patientensicherheit verbessern, indem sie beispielsweise bei der Patientenverlegung, der Medikamentenausgabe oder der Aufrechterhaltung der Hygiene helfen. Autonome Desinfektionsroboter können Krankenzimmer und Gemeinschaftsräume reinigen und so das Infektionsrisiko verringern. Sozialroboter können Gesellschaft leisten, an die Einnahme von Medikamenten erinnern und Vitalfunktionen überwachen, wodurch sie insbesondere älteren Menschen ein selbstbestimmtes Alltagsleben ermöglichen. Roboter können zudem bei der Bildgebung, der Probenentnahme und der Datenanalyse helfen, was die Diagnosen beschleunigt und präzisiert.
In den Diskussionen kristallisierten sich zwei zentrale Gesichtspunkte heraus: Erstens muss die Robotik als Teil eines umfassenderen, auf Daten und künstlicher Intelligenz basierenden Lösungskonzepts betrachtet werden. Zweitens müssen Roboter so konzipiert sein, dass sie sicher mit Menschen zusammenarbeiten und den Alltag des Personals und der Patienten unterstützen und erleichtern.
Cristina Andersson erinnerte daran: „Wir sind nicht hier, um über künstliche Intelligenz als abstraktes Konzept zu diskutieren. Wir sind hier, um konkrete Probleme und Engpässe im Krankenhausalltag zu lösen – und messbare Vorteile zu erzielen. Wenn ein Roboter Zeit spart, Fehler reduziert und sich innerhalb weniger Monate amortisiert, entsteht echtes Vertrauen und echter Mehrwert. Die Entwicklungsarbeit sollte von Anfang an mit dem Aufbau des Marktes beginnen, nicht erst, wenn die Innovationen vollständig ausgereift sind.“
Ziel der Veranstaltung war es, ein gemeinsames Verständnis für die Möglichkeiten der Robotik im Gesundheitswesen zu schaffen. Die lebhafte Atmosphäre des Workshops und das Fachwissen der Teilnehmer führten zu einem fruchtbaren und inspirierenden Gedankenaustausch. In offenen Gesprächen zwischen Experten aus den Bereichen Klinik, Technik und Finanzen wurde erörtert, was in diesem Bereich bereits erreicht wurde, wo ein echter Bedarf besteht und was für die Entwicklung erfolgreicher Lösungen erforderlich ist – unter Einbeziehung technischer, kommerzieller, wirtschaftlicher und sozialer Aspekte. Zahlreiche Ideen entstanden, und bereits während der Sitzung wurden erste Konzepte für neue Lösungen erarbeitet. Darüber hinaus präsentierte eine auf Finanzierungsfragen spezialisierte Gruppe konkrete Vorschläge zur Finanzierung und Kommerzialisierung der Robotikentwicklung im Gesundheitswesen.
Die allgemeine Auffassung ist eindeutig: Innovative Robotiklösungen können die Effizienz und Produktivität von Krankenhäusern sowie das Wohlbefinden sowohl des Personals als auch der Patienten verbessern.
„Wir werden die im Workshop entstandenen Ideen weiterentwickeln. Sollten Sie neue Anregungen haben oder die Themen weiter erörtern möchten, wenden Sie sich bitte jederzeit an das HUS CHN-Team“, ermutigt Virpi Rauta.
Haben Sie Interesse? Dann wenden Sie sich bitte an chn@hus.fi

