Der Wohlfahrtsverbund Vantaa–Kerava (VAKE) stärkt seine Aktivitäten in den Bereichen Forschung, Entwicklung, Bildung und Innovation (TKKI) durch den Beitritt zum CHN-Ökosystem. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, Innovationen näher an den Alltag der medizinischen Grundversorgung heranzuführen. Ziel ist es, an der frühzeitigen Erprobung von Lösungen mitzuwirken, wirkungsvolle Dienstleistungen in einer multikulturellen Region aufzubauen und präventive Modelle noch stärker in die Grundversorgung zu integrieren.
Ein multikultureller Raum und bedarfsorientierte Entwicklung
Minna Elomaa-Krapu, Leiterin für Forschung, Entwicklung, Bildung und Innovation (TKKI) bei VAKE, sieht die multikulturelle Vielfalt und das breite Tätigkeitsfeld der Region als deren Stärke an: Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Soziales und Rettungswesen werden für fast 300.000 Einwohner von rund 6.000 Fachkräften erbracht. Die Weiterentwicklung erfolgt gemeinsam mit Experten aus verschiedenen Bereichen, den Einwohnern und den Interessengruppen. Eine Besonderheit von VAKE sind die Kundenbeiräte, in denen die Sichtweisen der Einwohner in die Entwicklung kundenorientierter Dienstleistungen einfließen. Ziel ist es, die Menschlichkeit stets in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen.
Die Wirksamkeit im Mittelpunkt: Die Weiterentwicklung wird mit den alltäglichen Dienstleistungen verknüpft
Die strategischen Ziele des Bereichs Wohlfahrt lassen sich in einer guten Kundenbetreuung, einem schnellen Zugang zu Dienstleistungen und der Wirksamkeit der Dienstleistungen zusammenfassen. Für die TKKI-Arbeit bedeutet dies einen klaren Grundsatz: Jede Weiterentwicklung muss in direktem Zusammenhang mit der Erneuerung der Dienstleistungen und der Stärkung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Einwohner stehen. Elomaa-Krapu betont zudem die Vielseitigkeit – Partnerschaften müssen sowohl innerhalb der Organisation als auch an der Kundenoberfläche einen Mehrwert schaffen.
Eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg ist, dass auch Fachkräften, die direkt mit Patienten arbeiten, Möglichkeiten geboten werden, sich an der Entwicklungsarbeit zu beteiligen. Wenn Beobachtungen und Bedürfnisse aus dem Arbeitsalltag bereits in einem frühen Stadium einbezogen werden, fügen sich neue Handlungsmodelle natürlicher in die Arbeit ein und kommen allen Beteiligten wirklich zugute.
Der Beitritt zum CHN-Ökosystem ermöglicht frühzeitige Pilotprojekte, präventive Lösungen und den Einsatz künstlicher Intelligenz
Der Beitritt zum CHN-Ökosystem war für VAKE insbesondere deshalb von Interesse, weil man durch die Zusammenarbeit an der Spitze der Entwicklung stehen und bereits in der Anfangsphase an der Erprobung und Pilotierung neuer Innovationen mitwirken kann. In der primären Gesundheitsversorgung entstehen oft weniger neue Lösungen als in der Fachmedizin, obwohl der Bedarf groß ist – insbesondere im Hinblick auf Prävention und vorausschauende Maßnahmen. VAKE interessiert sich für Modelle, mit denen Menschen dabei unterstützt werden können, gesund und wohlauf zu bleiben – auch unter Berücksichtigung sprachlicher und kultureller Unterschiede –, sowie dafür, wie künstliche Intelligenz als Teil dieses Gesamtkonzepts genutzt werden kann.
Projektbasiertes Arbeiten und Ausbau der Testbed-Aktivitäten
VAKE bevorzugt ein projektbasiertes Vorgehen auch aus ressourcenbezogenen Gründen: Die Projektfinanzierung ermöglicht Vertretungsregelungen für die Kernarbeit, wodurch eigene Fachkräfte für Entwicklungsaufgaben freigestellt werden können. Die gemeinsame Entwicklung mit Unternehmen wird als entscheidende Voraussetzung für Wohlstand und Lebenskraft angesehen – und deshalb wird VAKE den Testbed-Betrieb ausbauen, damit es für Unternehmen noch einfacher wird, sich zu beteiligen und Lösungen in einer realen Dienstleistungsumgebung zu erproben und zu testen.
Was bringt VAKE in die CHN-Zusammenarbeit ein?
Zu den Stärken von VAKE zählen ein multikulturelles Umfeld, ein positives Klima der Weiterentwicklung und eine lange Tradition der Zusammenarbeit mit Unternehmen. Hinzu kommt das Know-how im Bereich Service-Design, das die bedarfsorientierte Lösungsentwicklung unterstützt. In der Region gibt es mehrere Testumgebungen, das mobile Krankenhaus LiiSa sowie ein Lehrgesundheitszentrum und ein Lehrfamilienzentrum. Diese können Unternehmen inspirieren und ermöglichen das praktische Testen verschiedener Lösungen, da die TKKI-Aktivitäten von VAKE die Grundversorgung, Sozialdienstleistungen sowie häusliche Pflegedienste umfassen.
Blick in die Zukunft: Themen für Forschung und Entwicklung
Zukünftige Forschungs- und Entwicklungsprojekte könnten sich an Themen orientieren wie beispielsweise die Förderung der Teilhabe und der Handlungsfähigkeit verschiedener Kundengruppen, Multikulturalität sowie wirkungsvolle Dienstleistungen der Zukunft. Zukunftsorientierte Innovationen entstehen durch den Fokus auf Krankheitsprävention und gesundheitsfördernde Lösungen unter Nutzung verschiedener Informationsquellen. Elomaa-Krapu erwartet von der CHN-Kooperation eine vielfältige Projektarbeit, die Möglichkeiten bietet, neue Visionen zu entwickeln, schnell an Pilotprojekten teilzunehmen und gemeinsam eine nachhaltigere Zukunft zu gestalten, wirksam und gemeinsam.

