Das interaktive Jahresseminar brachte eine Vielzahl von Experten zusammen, um über die Entwicklungen im Gesundheitswesen zu diskutieren

Das jährliche Seminar des CleverHealth-Netzwerks (Scandic Grand Central Helsinki, 3. Februar 2026) brachte Unternehmen unseres Ökosystems, Fachkräfte des Gesundheitswesens, Forscher der Branche, neue und langjährige Kooperationspartner sowie internationale Gäste zusammen, um den bisherigen gemeinsamen Weg zu reflektieren – und den Blick auf die nächste Phase der Entwicklung einer datengesteuerten und wirkungsorientierten Gesundheitsversorgung zu richten.

Die Veranstaltung beleuchtete die konkreten Ergebnisse der Zusammenarbeit im Ökosystem sowie die Zukunftsperspektiven. Eeva Salminen von Business Finland beleuchtete die Wirksamkeit und die Entwicklungsgeschichte des Ökosystems von 2017 bis heute, während Virpi Rauta von HUS, die Leiterin des Ökosystems, die aktuelle Situation sowie die zukünftige Ausrichtung erläuterte. Das CleverHealth Network hat sich als bedeutendes Innovationsökosystem etabliert und expandiert nun sowohl thematisch als auch hinsichtlich seines Partnerkreises. Neben zahlreichen neuen Unternehmen sind auch Akteure aus dem Bereich des Wohlbefindens, Forschungseinrichtungen sowie unter anderem die Stadt Helsinki hinzugekommen bzw. werden demnächst hinzukommen.

Die Grußworte der HUS-Geschäftsführung überbrachte der Vorstandsvorsitzende Matti Bergendahl. Er hob die Bedeutung von Innovationsarbeit und internationaler Zusammenarbeit für die Bewältigung der Herausforderungen im Gesundheitswesen hervor. HUS wurde kürzlich zum Vorsitzenden des Europäischen Netzwerks der Universitätskliniken (EUHA) gewählt, was eine gute Grundlage dafür schafft, die bereits wirkungsvolle europäische F&E-Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.

Im Rahmen des Seminars wurden laufende Projekte sowie praktische Beispiele vorgestellt, die verdeutlichen, wie die Zusammenarbeit zwischen HUS, Unternehmen und Forschungseinrichtungen es ermöglicht, Innovationen von der Pilotphase bis zur praktischen Umsetzung zu bringen.  Zu den vorgestellten neuen Projekten gehörte das Projektbündel AIMO (AI models for optimizing treatment outcomes), dessen einzelne Projekte von den HUS-Experten Hanna Savolainen-Peltonen (Optimierung der Fertilitätsbehandlungen), Mikko Kytö (Entwicklung einer automatisierten Spirometrie-Analyse zur Behandlung chronischer Lungenerkrankungen) und Ilkka Immonen (KI-gestützte Analyse bei der Behandlung der feuchten Makuladegeneration) vorstellten. Perttu Arkkila berichtete über ein neues innovatives öffentliches Beschaffungsprojekt (Feca-caps), dessen Ziel die Weiterentwicklung der Herstellung von Stuhltransplantationskapseln in Finnland für den klinischen Einsatz ist.

Die internationale Zusammenarbeit war den ganzen Tag über ein zentrales Thema, und interessante Perspektiven auf die Veranstaltung lieferten in ihren Grundsatzreden Rafael Navajo vom Vall d’Hebron Institute of Research (VHIR) in Barcelona sowie Rune Holdt vom Rigshospitalet in Kopenhagen.

Die Diskussion wurde in einer von Päivi Sillanauke vom finnischen Gesundheits- und Sozialministerium (STM) moderierten Podiumsdiskussion vertieft, in der unter anderem die Nutzung von Daten, die Rolle der künstlichen Intelligenz bei der Optimierung der Versorgung, die Einführung neuer digitaler Lösungen sowie die Entwicklung wirkungsvoller Patientenpfade beleuchtet. Neben den Hauptrednern nahmen Pekka Kahri vom HUS und Miika Leminen von CGI als Podiumsteilnehmer teil. In den Beiträgen wurde die Bedeutung der europäischen und globalen Zusammenarbeit sowie die Wichtigkeit des Wissensaustauschs und der Entwicklung gemeinsamer Vorgehensmodelle hervorgehoben. In den Diskussionen wurden zudem die digitale Souveränität, die ethische Nutzung von Daten sowie die praktischen Herausforderungen der Innovationsarbeit in einem komplexen Gesundheitswesen thematisiert.

Neben dem offiziellen Programm bot das Jahresseminar den rund 170 Teilnehmern zahlreiche Gelegenheiten zum Networking und zum Gedankenaustausch. Die lebhaften Diskussionen zwischen Fachkräften des Gesundheitswesens, Experten aus der Wirtschaft, Forschern, Investoren und Entscheidungsträgern spiegelten die Stärke des CleverHealth Network-Ökosystems deutlich wider: die Bündelung des Fachwissens verschiedener Akteure zur Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen und zur Schaffung eines messbaren Mehrwerts für Patienten und das Gesundheitswesen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Referenten, Teilnehmer und Kooperationspartner für diesen gelungenen Tag – und ganz besonders an unsere internationalen Gäste, die die Diskussion mit neuen Perspektiven bereichert haben. Auf dieser Grundlage können wir nun gemeinsam die nächste Phase des Ökosystems in Angriff nehmen.